Die Nase voll?

20. April 2013 | Von | Kategorie: Erkältung

Kennen Sie das: In der Nacht kein Auge zugetan, weil die Nase verstopft ist, den Mund aber aus Verzeiflung stundenlang weit aufgesperrt, um überhaupt Luft zu bekommen? Am nächsten Morgen brennt Ihr Hals, und das Schlucken schmerzt, als wäre der Rachen mit Heftzwecken ausgekleidet?

Und denken Sie an Nasenspray mit Xylometazolin, weil diese Salzwässerchen Ihnen ja noch nie geholfen haben, dann denken Sie auch an die unangenehm trockene Nase, die Sie jedesemal davon trugen…

HealthTimes bietet Ihnen hier einen Trick und eine Alternative.

So verwenden Sie ein Nasenspray mit Xylometazolin richtig, und so entwöhnen Sie sich

Gerade, wenn Sie dieses Mittel häufig benutzen (müssen) – irgendwann müssen Sie es dann ständig benutzen, weil die Nasenschleimhaut sich daran gewöhnt und auf Entzug mit Anschwellen reagiert – oder einfach nur, weil Sie nach seltener Anwendung keine ausgetrocknete Nase mögen, empfehlen wir Ihnen, von vornherein auf ein Präparat zurück zu greifen, dassfür Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren geeignet ist.

Zudem sollten Sie nur ein Nasenloch, und zwar immer dasselbe behandeln. Dies ist auch wichtig, wenn Sie von dem genannten Wirkstoff abhängig sind, sprich, wenn Ihre Nase ohne das Präparat nicht mehr “frei” wird. Der Grund dafür ist folgender:

Es dauert gemeinhin sechs Wochen, bis die Nasenschleimhäute sich nach Langzeitgebrauch wieder entwöhnt haben. Das ist eine harte und lange Zeit, wenn Sie das an beiden Nasenflügeln gleichzeitig durchziehen wollen. Eine Zeit, die zudem zu den oben genannten Erkältungssymptomen führen kann, weil Sie nachts und tags anders als über den Mund keine Luft bekommen. Nach etwa sechs Wochen funktioniert die Schleimhaut des nicht mit Xylometazolintropfen behandelten Naseflügels wieder einwandfrei. Nun können Sie die Schleimhaut des anderen Nasenflügels entwöhnen. Es ziehen vermutlich weitere sechs Wochen ins Land, und vorausgesetzt, Sie ereilt in dieser Zeit keine schwere Erkältung, sind Sie nach 12 Wochen samit “durch” und hatten dennoch nachts erholsamen Schlaf und tagsüber keine näselnde Stimme und/oder Scherzen im Hals.

Husten und Heiserkeit

sind die unseligen Geschwister der verstopften Nase. Nachdem wir von HealthTimes Ihnen gerade einen Tipp gegeben haben, wie Sie sich Ihre Nachtruhe in Bezug auf die Nasenatmung sichern können, nun ein weitere Tipp, der Ihnen möglicherweise bei Husten und Heiserkeit eine bessere Nachtruhe beschert, als Sie ahnen:

Starker Husten raubt einem den Schlaf, vor allem, wenn es sich um mehr Hustenreiz als gehaltvollen Husten handelt. Ein altes Hausmittel schafft Abhilfe: das Kochsalz.

Gegen Kochsalz oder Natriumchlorid sind keine allergischen Reaktionen bekannt. Immerhin handelt es sich bei diesem Stoff um einen lebenswichtigen Bestandteil unseres Blutes. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich in der Apotheke einen Inhalierkessel mit Zerstäuber besorgen. Sicherlich tun es auch ein großer Kochtopf und ein Handtuch – wenn Sie sich verbrühen wollen. Mit dem Zerstäuber allerdings können aber auch das nicht mehr kochendheiße und daher kaum noch dampfende Wasser aufwühlen und Dampf erzeugen. Sie können also wesentlich länger und effektiver inhalieren, als mit Topf und Tuch.

Die Inhalierkessel werden oft mit Salben angeboten. Verzichten Sie darauf dankend, und verwenden Sie stattdessen eine denkbar starke Kochsalzlösung von etwa 5 bis 6 Esslöffeln Kochsalz auf einen halben Liter Wasser.

Warum eine so starke Lösung? Weil Kochsalz in hoher Konzentration desinfizierend gegen viele herkömmliche Krankheitserreger wirkt.

Außerdem machen wir uns hier eine Reaktion unserer Schleimhäute zu Nutzen: Diese reagieren empfindlich auf die hohe Salzkonzentration des Inhalats und geben ihrerseits mehr Flüssigkeit ab, um die Salzkonzentration auf der Oberfläche zu verdünnen. Damit werden aber auch Krankheitserreger, die in den Schleimhäuten sitzen, quasi von innen her  rausgespült.

Der Effekt des Inhalierens mit starken Kochsalzlösungen ist ein besserer als der, der beim Inhalieren mit einer physiologischen, sprich in ihrer Stärke dem Kochsalzgehalt im Blut entsprechenden Salzlösung erzielt wird: Mit der Inhalation einer 0,9%igen Kochsalzlösung regen  Sie Ihre Schleimhäute nicht an, Flüssigkeit zu produzieren, weil das Salz, das mit dem Wasserdampf auf die Schleimhäute trifft, genauso stark konzentriert ist wie in den Schleimhäuten. Sie bewässern die Schleimhäute also nur von außen. Zudem können Sie mit einer Konzentration von 0,9 Prozent nichts desinfizieren. Die provozierte Schleimbildung erleichtert zudem das Abhusten auch in der Nacht und lässt Sie möglicherweise nicht bei jeder Hustenattacke wach werden.

Ob so eine Inhalation gefährlich ist? Nein, überhaupt nicht. Sie sollten während der Behandlung nur etwas mehr trinken, als Sie es sonst gewohnt sind, weil Ihre Schleimhäute  halt etwas mehr Flüssigkeit abgeben.



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Über den Autor dieses Artikels: Lukas Müller

Lukas Müller ist Redakteur des Gesundheitsmagazins "HealthTimes Online". Seine Aufgabe besteht darin, neue gesundheitsfördernde Produkte ausfindig zu machen, sie zu untersuchen und das Ergebnis anschließend der Redaktion zu präsentieren.

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